Eine unbekannte Wiederaufführung der Kantate "Mein Herze schwimmt im Blut" BWV 199/BC A 120

  • Peter Wollny
Schlagworte: Quellenfund, Quellenarbeit, Quellenkunde, Rezeptionsgeschichte, Mitteldeutschland, J. S., Vokalwerk, geistliches, sakrales, Kirchenmusik, Vokalmusik, Georg Christian Lehms

Abstract

Angesichts der großen Zahl von Aufführungsbelegen für BWV 199 in Bachs Weimarer, Köthener und frühen Leipziger Zeit nimmt es Wunder, dass ähnliche Hinweise zur Geschichte des Werkes in den späteren Leipziger Jahren und auch nach 1750 rar gesät sind. Dazu finden sich Hinweise auf einen bislang nicht näher nachvollziehbaren Überlieferungsweg der Originalquellen zu BWV 199, die der Beitrag nachzuzeichnen versucht. Dazu dient besonders ein bis dato unbeachtet gebliebener Textdruck zu einer am 5. 2. 1747 in Halle aufgeführten Trauerkantate für Johann Georg Francke, der im Wesentlichen das Libretto der Bach-Kantate zur Grundlage hat.

Erwähnte Artikel:

Hans-Joachim Schulze: Bemerkungen zu einigen Kantatentexten Johann Sebastian Bachs. BJ 1959, S. 168-170

Hans-Joachim Schulze: Ein "Drama per Musica" als Kirchenmusik. Zu Wilhelm Friedemann Bachs Aufführungen der Huldigungskantate BWV 205a. BJ 1975, S. 133-140

Klaus Hofmann: Bachs Kantate "Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn" BWV 157. Überlegungen zu Entstehung, Bestimmung und originaler Werkgestalt. BJ 1982, S. 51-80

Michael Maul: Der 200. Jahrestag des Augsburger Religionsfriedens (1755) und die Leipziger Bach-Pflege in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. BJ 2000, S. 101-118

Hans-Joachim Schulze: Wann entstand Johann Sebastian Bachs "Jagdkantate"? BJ 2000, S. 301-305

Tatjana Schabalina: Ein weiteres Autograph Johann Sebastian Bachs in Rußland. Neues zur Entstehungsgeschichte der verschiedenen Fassungen von BWV 199. BJ 2004, S. 11-39

Hans-Joachim Schulze: Friedrich Wilhelm Marpurg, Johann Sebastian Bach und die "Gedanken über die welschen Tonkünstler" (1751). BJ 2004, S. 121-132

Veröffentlicht
2018-10-22
Rubrik
Kleine Beiträge