Zur Rezeption des Stile nuovo in der Oberlausitz

Beobachtungen an der Handschrift Mus. Löb 53 der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

  • Peter Wollny

Abstract

Hinweis: Der Volltext dieses Beitrags wird ab dem 1. Januar 2020 zur Verfügung gestellt. Sie können ein Printexemplar des Jahrbuchs beim ortus-musikverlag erwerben.

Die um 1600 von Italien ausgehenden musikalischen Umwälzungen stießen in den protestantischen Territorien Deutschlands lange Zeit auf Widerstand. Zudem verlor Mitteldeutschland, bedingt durch die Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges, ab den 1630er Jahren den Anschluss an moderne Entwicklungen. So sind hier um die Mitte des 17. Jahrhunderts keine nennenswerten musikalischen Quellenkomplexe erhalten. Einer peripheren Quelle wie der Sammelhandschrift Mus. Löb 53 der Sächsischen Landesbibliothek kommt deshalb besondere Bedeutung zu, zumal sie die künstlerischen Reaktionen einer Reihe mitteldeutscher Komponisten auf den italienischen Stile nuovo überliefert. Gezielt untersucht werden hier zwei geistliche Vokalkonzerte von Sebastian Knüpfer und Wolfgang Carl Briegel, in denen bemerkenswerte formale und stilistische Übereinstimmungen feststellbar sind. (Wendelin Bitzan)

Quelle: Bibliographie des Musikschrifttums online

Veröffentlicht
2018-05-10
Rubrik
Kongressbeiträge zur "Oberlausitz – 1 Grenzregion der mitteldtsch. Barockmusik"