Italienische Einflüsse in Dresdner Messkompositionen zwischen Schütz und Bach

  • Jürgen Heidrich

Abstract

In welcher Weise Wechselwirkungen zwischen italienisch-katholischen und protestantisch-deutschen Messtraditionen greifbar sind, wird am Beispiel des italienischen Komponisten Carlo Pallavicino untersucht, der zwischen 1666 und 1672 und nochmals 1687/88 am Dresdner kurfürstlichen Hof wirkte. Im Kontext dieser Fragestellung werden einerseits die unterschiedlichen Voraussetzungen der protestantischen und katholischen Messliturgie (somit auch Herinrich Schütz' Verhältnis zur Messe) behandelt, andererseits die liturgischen Usancen am Dresdner Hof beschrieben. Tatsächlich sind Pallavicinos Messen für die weitere Entwicklung der Gattung von der groß besetzten Orchestermesse zur kleingliedrigen, so genannten Nummern- oder Kantatenmesse in Deutschland wichtig. (Autor)

Quelle: Bibliographie des Musikschrifttums online

Veröffentlicht
2017-08-24
Rubrik
Referate des Symposiums Dresden 2000