Die Performance als Mittel zum feministischen Aktivismus

Ein choreomusikologischer Vergleich am Beispiel von LASTESIS

Autor/innen

  • Julia Barreiro Hu-Berlin

DOI:

https://doi.org/10.59714/stimme.v202320

Schlagworte:

Performance, Feminismus, Aktivismus, LASTESIS, Unvioladorentucamino, Choreomusicology

Abstract

Die Performance Un violador en tu camino des chilenischen feministischen Kollektivs LASTESIS hat sich seit ihrer Entstehung Ende 2019 viral verbreitet und ist weltweit in unterschiedlichen Übersetzungen und in verschiedenen Kontexten aufgeführt worden. Wie kommt es, dass innerhalb kürzester Zeit eine Performance, die Tanz, Musik und Sprache vereint, zu einer transnationalen feministischen Hymne wird? Welche Medien spielen dabei eine Rolle, welche Elemente werden wie übernommen oder verändert? Wie entfaltet sich das „Transformationspotential“ (LASTESIS, Verbrennt eure Angst!, S. 125) der Performance und gibt der weltweiten Anklage gegen Gewalt an Frauen und Queers nicht nur eine Stimme, sondern auch Körper und Klang? Durch den choreomusikologischen Vergleich von Performance-Versionen aus Chile, Frankreich, dem Iran, der Türkei und Argentinien wird gezeigt, wie Un violador en tu camino die Brücke zwischen Protest, Feminismus und Performance schlägt und Grenzen sprengt.

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Veröffentlicht

2023-03-01

Ausgabe

Rubrik

Artikel