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Bd. 15 (2016): Autopsie eines Gesamtkunstwerks. Das Chorbuch der Münchner Jahrhunderthochzeit 1568

Im Mittelpunkt des Bandes steht Lassos Hochzeitsmotette Gratia sola Dei und ihre Überlieferung im Chorbuch A-Wn Mus.Hs. 2129. Im Anschluss an die historischen wie medialen Rahmenbedingungen der Münchner Fürstenhochzeit von 1568 kommen die Konventionen der Epithalamiendichtung zur Sprache, dazu analytische, intertextuelle und zahlensymbolische Aspekte der Komposition. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem von den Mielich-Kodizes zwar inspirierten, aber doch eigenständigen Medienverbund, der Rezeption zeitgenössischer Druckgraphik durch den Schreiber und Zeichner Richard von Genua in Hinblick auf die überwiegend alttestamentarischen Bildzyklen sowie der Lesbarkeit emblematischer Bildstrukturen. Auch wird die Integration von Elementen der Commedia all’improvviso in Hinblick auf das Brautpaar, Wilhelm (V.) von Bayern und Renata von Lothringen, erörtert. Ein Appendix erschließt erstmals sämtliche Bildthemen und Inschriften.

Veröffentlicht: 2020-11-05

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troja – Jahrbuch für Renaissancemusik erscheint seit 2001, bis 2012 wurde es in gedruckter Form publiziert. Bis 2007 hieß es Trossinger Jahrbuch für Renaissancemusik, nach der Öffnung der Tagungen für andere Orte troja. Jahrbuch für Renaissancemusik. Seit 2013 ist es ein wissenschaftliches Online-Medium im Open Access.

Die Aufsätze beruhen auf den jährlich stattfindenden Kolloquien (www.troja-online.eu), die sich wechselnden Spezialaspekten der Forschung zur Musik des 15. und 16. Jahrhunderts widmen. Impulse gehen von systematisch konzipierten Themenstellungen aus, die repräsentative, aktuelle und verschiedenartige Fragen aufwerfen. Über diese inhaltliche Idee hinaus ist es auch immer Ziel, zur Kontinuität der traditionell bedeutenden deutschsprachigen Renaissancemusikforschung beizutragen. Dazu gehört auch der fortgesetzte Dialog mit internationalen Fachvertretern.

Darüber hinaus können freie Beiträge in deutscher und englischer Sprache aufgenommen werden.